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Künstler im Schatten des Narzissmus und des Kapitalismus: Der Verlust unseres digitalen Raums


In den unendlichen Weiten des Internets, wo einst grenzenloser Raum für Kreativität und Selbstausdruck schien, erleben Künstler heute einen schmerzhaften Wandel. Wie Viertel in Städten, die von kreativen Köpfen geprägt werden, die urplötzlich zur hippen Attraktion werden, nur um dann von den Reichen und Mächtigen besetzt und gentrifiziert zu werden, so verlieren auch wir Künstler im digitalen Raum immer mehr an Boden (Sichtbarkeit). Ein Prozess, der von narzisstischer Selbstinszenierung und kapitalistischer Verdrängung vorangetrieben wird.





Die Parallele zur gentrifizierten Stadt


Ähnlich wie in gentrifizierten Stadtteilen, wo Künstler die Kultur und Seele eines Viertels geprägt haben, findet auch im Internet eine schmerzhafte Transformation statt. Dort, wo Kreativität, Originalität und Individualität einst im Vordergrund standen, werden sie nun von der schrillen Selbstdarstellung von Narzissten, dem Konsum und dem Eindringen kapitalistischer Interessen von Konzernen verdrängt.


Die Narzissten übernehmen die Bühne


In der digitalen Welt sind Narzissmus und Selbstinszenierung allgegenwärtig. Plattformen, die einst als Sprungbrett für echte Talente dienten, sind nun oft überflutet von Menschen, die weniger Kunst schaffen als vielmehr ihren Konsum oder ihren Körper zur Show zeigen um ihr eigenes Ego aufzupolieren. Die Sucht nach Selbstbestätigung, Likes und Followern lässt die kreative Essenz ersticken und viele echte Künstler die davon ein Leben finanzieren, fühlen sich übersehen und entfremdet. Schliesslich hat ein Tag immer noch 24h und wer mag sich bei so viel Social Media noch für einzelne Schmuckstücke Zeit nehmen?



Social Media ist das Fast Food des Internets geworden.



Die Kapitalisten und die Vermarktung der Kreativität


Marken und Firmen haben seit langem erkannt, dass die Aufmerksamkeit der Menschen im digitalen Raum eine wertvolle Ressource ist. Sie haben begonnen, den Raum der Künstler zu besetzen, sei es durch Sponsoring, bezahlte Werbung oder Influencer-Marketing. Dies hat zur Entstehung einer "Aufmerksamkeitsökonomie" geführt, in der es oft darum geht, wer am meisten Geld für Sichtbarkeit ausgeben kann wird die meiste Aufmerksamkeit erhalten! Die App Entwickler versuchen den Konsumenten so lange wie möglich in ihrer App zuhalten um den Konsumenten mit Werbung zu bespielen, damit sie die Werbegelder einkasieren. Also wie soll man als einzelne Person gegen Milliarden von Werbebudget ankämpfen?


Der Schlag ins Gesicht für Kreative


Für uns, die kreativ Schaffenden, fühlt sich dieser Wandel wie ein schmerzhafter Schlag ins Gesicht an. Wir sehen uns einer Welt gegenüber, in der die Kunst und Kreativität von einer Flut aus Narzissmus, Konsum, Selbstdarstellung und monetärer Macht überrollt werden. Es wird immer schwieriger, unsere Botschaften und Werke in einer überfüllten digitalen Landschaft zu platzieren, es sei denn, wir sind bereit, dafür zu zahlen. Wobei das ist nicht der richtige Begriff, es sei denn, wir haben die Möglichkeit so viel Geld zu haben um es in Werbebudget zu investieren. Ich frage mich in der heutigen Zeit, in der die Begriffe wie "Solidarität & Moral" in den westlichen Demokratien geprädigt werden, wo davon was bei uns hängen bleibt? Meist wird von Kreativen verlangt oder als selbstverständlich gesehen etwas kostenlos zu machen, da es Spass macht und nicht wirklich als Job angesehen wird.


Die Notwendigkeit des Widerstands


Trotz dieser Herausforderungen dürfen wir Künstler nicht aufgeben. Wie die Bewohner gentrifizierter Viertel, die sich gegen die Verdrängung wehren, müssen wir unsere kreative Integrität bewahren und uns Gehör verschaffen. Wir müssen alternative Plattformen erk-unden, die die Kunst über die Kapitalinteressen stellen, und für eine digitalere Welt kämpfen, in der Kreativität ein Teil des ganzen ist und dazu gehört und uns zurück in die Realität ins echte leben holt.


Der Verlust unseres digitalen Raums ist ein Weckruf, sich auf unsere Wurzeln zu besinnen und gemeinsam gegen den Narzissmus und den Kapitalismus anzutreten, die die Essenz unserer Kunst bedrohen. Nur so können wir sicherstellen, dass die Welt weiterhin von unserer einzigartigen und wertvollen Kreativität bereichert wird.


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Liebe Grüsse

Alexander Palacios

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