Papua eine Reise in eine noch unberührte Natur Baliem Valley

Es ist jetzt ziemlich genau 1 Jahr her...

Papua der westliche indonesische Teil der Insel Neuguinea , nicht zu verwechseln mit dem Staat Papua Neuguinea, dem östlichen Teil. Die Grenze verläuft ungefähr in der Mitte der Insel. Die beiden Länder unterliegen zwei unterschiedlichen Philosophien, einmal der der Amerikaner und der von Jakarta.

In Jayapura angekommen, diese ist eine Küstenstadt im Norden von Papua geht es dann weiter mit einem Inlandsflug in das Hochland. Der Inlandsflug ist schon ein kleines Adventure, da der Flughafen in Wamena nur per Sicht angeflogen werden kann und dieser in einem Tal (Baliem Valley) auf ca. 1600m höhe liegt, da weiss jeder Pilot was das bedeutet.

So kommt es des öfteren vor, das vor allem kleinere Turboprob Flugzeuge die oftmals überladen sind abstürzen, da sie es nicht über die Hügel schaffen. So auch 2 Tage und ca. 1 Woche vor unserer Ankunft.

Wamena ist eine kleine Stadt in der sich die ganzen Menschen aus dem Baliem Valley treffen, es ist ein Knotenhandelspunkt, alles was es dort gibt Fahrzeuge, Baumaterial etc. wurde mit dem Flugzeug geflogen. Der Baliem ist nicht beschiffbar, es hat Strömungen, grosse Felsbrocken, Wasserfälle und zu viele Windungen.

Die Menschen aus dem Baliem Valley haben oft Tagesmärsche in die Stadt um dort ihr Gemüse, Obst, Chicken oder Schwein zu verkaufen. Schuhe tragen nur wenige. Es kann sehr schnell passieren, dass man auf den unbefestigten Pfaden abbrutscht und in die Tiefe stürzt, da der Boden durch den Regen aufgeweicht und matschig ist.

Die Sohlen für den rutschigen Untergrund. Shop Bsp.

Einen Flug in die Aussenwelt können sich nur die allerwenigsten leisten und somit haben sie keinen Kontakt zur Aussenwelt. Nur durch die Güter und den Besuch aus der Aussenwelt können Sie sich einen Eindruck machen. Ich habe mich oft gefragt: "Wie sie sich die Welt vorstellen?"

In der Nähe der Kleinstadt ca. 45min mit dem Auto, liegt das Baliem Valley Resort von dem aus die Touren zu den Dani und Lani tribes gestartet werden können und was unser Ausgangslager für das Hochland war. Es sind komfortable Bungalows und man hat schon dort mit den Einheimischen zu tun und kann die Leute kennen lernen.

Auch im Baliem Valley kommt es zum Umbruch, man bedenke Indonesien wird aus Jakarta geführt und wie es wieder mal ist, treffen Religionen und Kulturen aufeinander. Bali z.B schafft es gut die verschiedenen Kulturen und Religionen im Land zu verbinden. Es hat Feriertage aus allen Religionen. In Papua im Hochland sieht es anders aus, die Menschen dort feiern Schweinefeste und die meisten von ihnen tragen noch tradiotionelle Kleidung oder sagen wir einen hauch von nichts.

Das mag aus unserer westlichen Sichtweise (Facebook sperrt dann schnell mal und reglimentiert Accounts) komisch sein, vor allem weil es da doch Wetter technisch schnell umschlagen kann. Dort ist es aber normal und sicherlich werden sie sich das selbe über uns fragen warum wir solche Klamotten tragen?

Jakarta ist es unangenehm sagen zu müssen dass die 2. grösste Insel der Welt (nach Grönland) über die sie "regieren" teils noch Wilde hat die nackt herum laufen und Schweinefeste feiern.

Somit einerseits was gut ist, bauen sie Schulen und schicken instanzen hin die so eine Kleinstadt wie Wamena verwalten sollen, anderer seits verblasst dadurch die Kultur. Es ist nur eine Frage der Zeit wie lange es Dani, Lani, Asmat oder Kuruwai Stämme noch so existieren werden bis auch sie von der westlichen Welt eingeholt werden.

Für die Menschen dort kommt ein wandel, es ist wie bei uns mit dem digitalen Zeitalter welches das analoge ablöst.

Aus der westlichen Kultur betrachtet mag man sich die Frage stellen, wie kann man unter solchen Umständen noch leben? Aber man sollte sich mal fragen wie kann ich unter solchen Anforderungen vom System noch Mensch sein?

In unserem Konsumverhalten kennen wir keine Grenzen, die Grenze ist unser wirtschaftlicher Erfolg. Wie viele von uns könnten um Fleisch zu konsumieren vorher das Tier umbringen, ausweiden und zubereiten und danach sich glücklich schätzen das Glück zu haben nicht hungern zu müssen und dafür ein Leben geopfert zu haben?

Es gibt klare Hirachien wer welche Stücke erhält!

Frauen haben eine wichtige Rolle, sie kümmern sich um den Nachwuchs. Kümmern sich um Essen und auch Landwirtschaft, sie halten die Familie zusammen. Die Frau für alle Fälle.

Rauchen gehört selbst bei der Kindererziehung dazu.

Wie auf dem Bild oben zu sehen ist, Frauen, die nicht mehr alle Finger haben. Wenn ihr Mann oder ein männliches Familienmitglied stirbt, wird ihnen ein Finger amputiert .

Grosse Herausforderungen im Hochland sind z.B das Wetter, dieses kann sich so schnell ändern, sobald die Sonne draussen ist, ist es sehr heiss und wenn eine Wolke vor der Sonne ist wird es frisch, fängt es dann noch zu regnen and ist diese Kombination mit Wind gepaart sehr fresh. Ältere Menschen sterben oft an Lungenentzündung und haben Probleme mit den Bronchien. Der Geruch der das Baliem Valley beschreibt ist "geräuchert". Rauch nicht das Feuer wird als Wärmequelle genutzt. Die kleinen Häuser in denen die Menschen leben sind auf 2 Ebenen aufgeteilt, auf dem Grund wird eine Feuerstelle errichtet und in der"1.Etage" wo sich der Rauch sammelt geschlafen.

Papua ist ein Land mit einer riesen vielfalt, die meisten mögen an die Asmat denken die aus Geschichten heraus als Kanibalen bekannt sind. Jetzt mag man sich bei uns wieder denken, die müssen verrückt sein, aber was machen wir denn alles auf Grund Religion oder wirtschaftlichem Erfolg, sind wir besser? Ich würde sagen wir sind nur anders und anders sein mag erstmal immer komisch und vielleicht abstossend sein. Aber am Ende sind wir alle Menschen die ihren Trieben folgen, die einen mehr die anderen weniger und ich gehöre zu den glücklichen Menschen welche die Möglichkeit haben diese vielfalt an Kulturen und Menschen kennen zu lernen. Ich muss dafür risiken eingehen und oft Schritte ins nichts machen und hoffen das es am Ende gut heraus kommt. Am Ende beissen wir alle ins Gras die Frage ist nur wann und wie.

Mein wunsch ist es, dass diese Geschichte und Bilder in weiteren Magazinen und Blogs veröffentlicht wird und es Investoren gibt die meine Arbeit als Künstler unterstützen damit ich weitere Geschichten für die Welt sammeln kann. Es gibt Situationen in denen ich Grenzen überschreiten muss und nicht weiss ob es gut geht. Durch den Verkauf meiner Kunstwerke kann ich das tun und sie haben die Möglichkeit mich darin zu unterstützen und somit auch ein kleiner Teil von ihnen mit auf Reisen geht.

Hier noch weitere Bilder aus dem wunderbaren Papua und ich verabschiede mich mit einem:

Wawawawawaa.....

Mr. Palacios

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